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Stehen gelassen

Plötzlich standen wir da. Ich war sauer. Nicht so sauer wie ich vielleicht normalerweise bin, denn in mir machte sich neben jeder Wut auch das Gefühl von Gleichgültigkeit breit. Sollte ich mich überhaupt noch aufregen?

Ehe ich mich versah und noch bevor ich zu einer Antwort ansetzen konnte, sagte er mir "Und jetzt bist du wieder sauer. Toll. Weißt du was? Mach doch, was du willst. Ich geh nach hause!" und verschwand. Ich lächelte und ging weiter. Es fühlte sich seltsam an, plötzlich allein zu sein. Seltsam, aber nicht schlimm. Ich überlegte also. Sollte ich mich länger in dieser Menschenmenge hier aufhalten? Mit dem Bus nach hause, wo er dann in unserer Wohnung warten würde mit einem schlechten Gewissen? Oder die zwanzig Minuten laufen? Ich schlenderte durch die Menschenmenge, sah mir diesen und jenen Stand an und vergewisserte mich, dass er nirgendwo hinter mir lief.

Nachdem ich die Menschenmenge verlassen hatte, sah ich ihn. Da war mir klar, wie es weitergehen würde und ich fragte mich, ob ich mich erleichtert fühlte. Nein, Erleichterung war das nicht. Es war nur Genervtheit. Ich lief noch ein Stück, da fuhr er mir mit dem Auto hinterher. Er sah traurig aus und alles, was kam, war "Entschuldigung", als ich die Tür öffnete und ihn erwartungsvoll ansah. Ich stieg ein (mit dem Kommentar, dass ich auch gelaufen wäre). Wir stritten für den Bruchteil der kurzen Fahrt und es blieb beim Schweigen. Bis jetzt.

11.9.11 21:09

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