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Unausstehliche Weltverbesserei

Manchmal zweifel ich ernsthaft am gesunden Menschenverstand dieser Bevölkerung. Und dann komme ich manchmal an diesen Punkt, dass ich mir vorstelle, wie ich in fünf bis zehn Jahren in einer abgelegenen Waldhüte lebe und nur noch mit einzelnen Menschen Kontakt aufnehme. Manchmal ist das wirklich ein reizvolles Zukunftsbild.

Ich verstehe schon so lange so vieles nicht mehr. Ich versteh nicht, warum andere Menschen so entsetzlich blind sind und man in dieser Gesellschaft nichts sagen kann, weil man sonst ein unerträglicher Besserwisser, ein paranoider Idealist oder eine entsetzliche Nervensäge ist.

Schon länger weiß ich nicht mehr, wann das überhaupt bei mir angefangen hat. Eines Tages bin ich aufgestanden und war nicht mehr blind für die Dinge, die wir jeden Tag ausblenden, übersehen und verdrängen. Angefangen damit, dass das leckere Essen auf meinem Teller ein totes Tier ist, das extra dafür gezüchtet wurde und deshalb wahrscheinlich ein armseliges Leben hatte. Schon als Kind habe ich manchmal Probleme gemacht und meine Mutter gefragt "Ist es nicht schlimm, dass wir Tiere essen?". Ihre Antwort damals war "Die werden extra dafür gezüchtet" und das gehört zu den Antworten, die ich als Kind angenommen habe. Wenn die Mutter sagt, dass es okay ist, muss es dann nicht auch okay sein? Nein, irgendwie nicht.

Ich find's schlimm, dass jeden Tag unnötig Strom verschwendet wird und damit ein großer CO2-Ausstoß verbunden ist, ohne dass es wen kümmert. Muss der Laptop denn den ganzen Tag an sein, wenn ich eh nicht dran sitze? Und kann ich den Standby-Schalter nicht einfach komplett ausmachen, wenn ich die ganzen Geräte gerade eh nicht brauche?

Das sind nur wenige Sachen, die mich aufregen. Ich könnte weitermachen mit den ganzen Chemikalien, die wahrscheinlich benötigt wurden, um die Kleidung, die ich trage, herzustellen und die gleichzeitig in irgendeinen Fluss in China oder sonst wo gekippt wurden. Alles kein Thema. Aus den Augen aus dem Sinn. Ich bekomm's ja nicht mit, warum sollte ich mich also darum kümmern?

Die Menschen wissen es ja. Sie wollen nur nicht ständig daran erinnert werden. Denn dann müsste man etwas verändern und das wäre anstrengend.

9.9.11 19:13

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